MEDIZINISCHE HEILHYPNOSE
„Hypnose hilft auch dann, wenn alles andere versagt.“ (J. Braid, 19. Jhrd.)
„Von allen Körpern in der Natur wirkt auf den Menschen am allerwirksamsten der Mensch selbst.“ (F.A. Mesmer, 1734-1815, Begründer der modernen Hypnose)
Was ist Hypnose?
Hypnose ist eine Methode, mit der ein veränderter Bewusstseinszustand, den man Trance nennt, erreicht wird. Jeder Mensch erlebt im Alltäglichen „Trancen“ kurz vor dem Einschlafen, beim Lesen eines guten Buches oder beim Sehen eines spannenden Filmes. Wir blenden alles um uns herum aus und sind in einem hypnotischen Zustand, d.h., unser Unterbewusstsein ist sehr aktiv bei gleichzeitigem natürlichen Entspannungszustand.
In der Hypnose wird dieses Unterbewusstsein gezielt angesprochen. Die Hypnotiseurin arbeitet dabei mit Suggestionen, die die Aufmerksamkeit auf innere Vorgänge richtet, während das alltägliche Umfeld im Hintergrund verschwindet. Hypnose öffnet die Tür zum kreativen Potential eines Menschen.
Wie ist der Ablauf einer Hypnosesitzung?
- Einleitungsgespräch bzw. Anamnese mit Zielsetzung der Sitzung
- Aufklärung und Abgrenzung der Hypnotherapie z.B. gegenüber Showhypnose
- Einweisung in Hypnose / Möglichkeit Selbsthypnose zu erlernen
- Nachgespräch über das Erlebte und Klärung offener Fragen
- Therapeutische Hausaufgaben
Ist Hypnose Schlaf?
Nein, das Wort Hypnose kommt nur aus dem Altgriechischen, „hypnos“ = Schlaf.
Sie ist der Zustand kurz vor dem Einschlafen, das Bewusstsein ist voll da. Sie sind nicht bewusstlos. Sie können sich hinterher an alles erinnern, was in der Sitzung erlebt wurde.
Es kann nichts geschehen, was Sie nicht wollen. Sie kontrollieren das Geschehen über Körper und Geist.
Ist jeder Mensch hypnotisierbar?
Grundsätzlich ja, außer er wehrt sich mit seinem Unterbewusstsein dagegen.
Hypnose ist gegen den eigenen Willen nicht möglich. Lediglich die Tiefe der Hypnose variiert und ist auch abhängig von der Erfahrung Ihrer Therapeutin. Zu tiefe Trancen sind aber für persönliche Veränderungen nicht notwendig, oft eher hinderlich. Wichtige Voraussetzungen sind: Vertrauen zur Hypnotiseurin, geistige Gesundheit und die Bereitschaft, sich diesem veränderten Bewusstseinszustand zu öffnen. Zum Erreichen des Trancezustandes, der Veränderungen erreichen kann, ist eine gute Kooperation zwischen Klient und Therapeutin Grundvoraussetzung.
Wie fühle ich mich in und nach der Trance?
Ein typisches Gefühl gibt es nicht, da jeder Mensch es individuell erlebt. Viele Menschen empfinden es als angenehm und sehr entspannend. Der Körper kann leichter und voller neuer Energien sein – eben eine Veränderung der Körperwahrnehmung. Manche erleben eine Verschärfung der Sinne.
Das Erleben ist so unterschiedlich, wie die Menschen selbst auch unterschiedlich sind.
In der Hypnotherapie darf man träumen, denn es sind die neuen Bilder in uns, die Veränderungen bewirken.
Wofür kann man Hypnose einsetzen?
Sie können sich von alten Gewohnheiten trennen: sich vom Rauchen verabschieden, Ihr Gewicht in den Griff bekommen, aufhören mit Nägelkauen oder Zähneknirschen;
Hypnose ist auch bei der Stress- und Schmerzbewältigung indiziert: nachts gut Schlafen können; Ihre Sprache entspannen bei Lampenfieber, Prüfungsangst oder beim Stottern;
bei Rücken- oder Hauterkrankungen (Juckreiz), Allergien, Ängsten, Burnout; bei der Steigerung des Selbstbewusstseins, der Leistungssteigerung allgemein und besonders im Sport; bei der Tiefenentspannung mit Blick auf Kinderwunsch, Besänftigung vom Reizdarm oder Stimmungsschwankungen.
Kann man Hypnose mit anderen Methoden kombinieren?
Ja, die Hypnose ist optimal mit anderen Methoden kombinierbar und diese verstärken sich gegenseitig. Ich persönlich arbeite mit Erfolg mit der Kombination Akupunktur und Hypnose.
Kann man Hypnose in der Gruppe machen?
Grundsätzlich ist nichts dagegen zu sagen, ich persönlich arbeite individuell in Einzelhypnose.